PRESSE/BIO

„Judith Ferstl lebt den Mut zum (musikalischen) Risiko: Als Instrumentalistin & Komponistin versucht sie Gegensätzliches sinnvoll zu integrieren, denkt, lebt und spielt quasi ´kontrapunktisch´ ohne jemals ´kontraproduktiv´ zu agieren“
(Renald Deppe)

 


Judith Ferstl ist momentan in vielen verschiedenen Formationen zu hören. Komposition, Improvisation, vertrackte Rhythmen, weite Flächen, energetische Passagen, intime Klangflächen und auch viel Raum für Stille, sind Teil ihres weiten Klangspektrums.

Nach Abschluss des Jazz-Studiums und Klassik-Unterricht am MUK Wien (Konservatorium Wien Privatuniversität) setzte sie ihre Studien fort und schloss 2014 ihr Jazz-Kontrabass IGP-Studium bei Peter Herbert an der Bruckneruniversität Linz ab.

Neben dem Startstipendium des Bundeskanzleramts erhielt Judith Ferstl das ´SKE Jahresstipendium 2017´ und erspielte sich zwei Mal den ´Bawag P.S.K. Next Generation Jazz Award´ (´Gnigler´ 2015 & ´chuffDRONE´ 2013)


Ausgewählte Konzerte:

  • „Washington Women in Jazz Festival“, Washington D.C. (2018)
  • „Buenos Aires Jazz Festival 2017“, Argentinien, chuffdrone (2017)
  • Angelika Niescier & Judith Ferstl, Stadtgarten Köln, Porgy&Bess Wien (2017)
  • „Festival in den Ruinen“, Gliwice, Polen, chuffdrone (2016)
  • Österreichisches Kulturforum New York & Ottawa, Juneberry (2016)
  • Eröffnung des Festivals „3 Tage Jazz“, Saalfelden, chuffdrone (2016)
  • Jazz & the City Salzburg, chuffdrone (2014)
  • Ö1-Portrait „Jazztime“ (2014)
  • 20 Jahre Porgy&Bess Festival, Judith Ferstl & TREEOO (2013)

Kompositionsaufträge:

  • Carinthischer Sommer 2018, Ferstl/Hofmaninger/Schwarz/Tröndle/Wiesinger
  • Stummfilmfestival Großgerungs, Neuvertonung von „The Kid“ (Charlie Chaplin), 2015

Kompositionen für größere Besetzungen und Orchester:

  • „Pong“ & „Toad´s Turnpike“ für Kammerorchester und Big Band, 2017,
    Aufführungen im Konzerthaus Wien und Radiokulturhaus Wien, im Rahmen von „CUBE – 200 Jahre MDW Wien“
  • „Equilibrium“ für Streichquartett, fünf Bläser und Rhythmusgruppe, aufgeführt im Juni 2016, Porgy & Bess, Wien

Text von Renald Deppe anlässlich des Festivals „20 Jahre Porgy&Bess“ im September 2013:

Warum Halbgott sein wollen?
Warum nicht lieber Vollmensch?

Judith Ferstl spielt Kontrabass.
Judith Ferstl ist ein Vollmensch: Eine unermüdlich in allen (musikalischen) Richtungen Suchende: ohne Berührungsängste und aus-, ein & abgrenzende Vorurteile.
Judith Ferstl lebt den Mut zum (musikalischen) Risiko: Als Instrumentalistin & Komponistin versucht sie Gegensätzliches sinnvoll zu integrieren, denkt, lebt und spielt quasi „kontrapunktisch“ ohne jemals „kontraproduktiv zu agieren“.
Judith Ferstl sieht sich immer als Teil eines Ganzen: eine stets wohltuend uneitel agierende „kollektiv-kompatible“ Musikerin: so auch in/mit/für/durch die junge Formation Treeoo. Hier entstand nach eigener Aussage: „gegenseitiges Vertrauen, tief verwurzelt – Mut zum Risiko…“
Judith Ferstl & Co. bewegen sich zwischen den unterschiedlichsten musikalischen Spannungsfeldern: musizieren ein „Wechselspiel“ der Ruhe & Energie, verbinden komplexe Rhythmen mit einfachen musikalischen Strukturen, kombinieren komplex auskomponierte Themen mit freier Improvisation.
Und wissen (in einer Zeit der fehlerlosen „AlphaAllesKönner“, welche glauben so vieles gefunden zu haben), worauf es ankommt: aufs suchen!
(re_de)